Eine Eigentumswohnung für 10.000 oder 15.000 Euro kaufen – ist das in Deutschland wirklich möglich?
Ja, solche Angebote können tatsächlich auftauchen. Auf Immobilienportalen finden sich teilweise Wohnungen zu ungewöhnlich niedrigen Preisen. Allerdings bedeutet ein Kaufpreis von 10.000 oder 15.000 Euro nicht automatisch, dass man eine normale, bezugsfertige Wohnung für diesen Betrag bekommt.
Hinter einem extrem niedrigen Preis können beispielsweise ein hoher Renovierungsbedarf, ein bestehendes Wohnrecht, Nießbrauch, eine Vermietung, Sanierungsstau oder andere Besonderheiten stecken.
Trotzdem kann die Suche nach solchen Immobilien interessant sein.
Denn wer eine Immobilie deutlich unter ihrem tatsächlichen Wert kauft und sie langfristig selbst nutzt oder vermietet, kann möglicherweise erhebliches Vermögen aufbauen.
Dieser Artikel zeigt deshalb ein Schritt-für-Schritt-System, mit dem du solche Angebote finden, prüfen und mit den langfristigen Kosten einer Mietwohnung vergleichen kannst.
1. Zuerst das eigene Budget festlegen
Bevor du mit der Immobiliensuche beginnst, solltest du festlegen, wie viel Geld du insgesamt einsetzen kannst.
Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich auf den Kaufpreis zu schauen.
Beispiel:
Kaufpreis: 15.000 €
Das bedeutet nicht automatisch, dass du nur 15.000 € benötigst.
Zusätzlich können entstehen:
- Grunderwerbsteuer
- Notarkosten
- Grundbuchkosten
- eventuell Maklerkosten
- Renovierungskosten
- Modernisierung
- Hausgeld
- Sonderumlagen
- Instandhaltung
Deshalb solltest du immer mit einem Gesamtbudget arbeiten.
Beispielsweise:
Gesamtbudget: 30.000 €
Dann könnte die Strategie lauten:
Ich suche eine Wohnung für maximal 15.000 bis 20.000 €, damit noch ausreichend Geld für Nebenkosten und notwendige Renovierungen vorhanden ist.
2. Auf welchen Portalen kann man suchen?
Wer günstige Eigentumswohnungen finden möchte, sollte mehrere Portale gleichzeitig verwenden.
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen – Eigentumswohnungen kaufen
Kleinanzeigen ist besonders interessant, weil dort sowohl private als auch gewerbliche Anbieter inserieren. Die Suche lässt sich unter anderem nach Preis, Wohnfläche, Zimmerzahl und weiteren Eigenschaften filtern.
Für die Schnäppchen-Suche kannst du beispielsweise nach folgenden Begriffen suchen:
- Eigentumswohnung
- Wohnung kaufen
- Wohnung bis 10.000 €
- Wohnung bis 15.000 €
- Wohnung bis 20.000 €
- renovierungsbedürftige Wohnung
- Wohnung von privat
- Kapitalanlage Wohnung
Ein großer Vorteil: Bei Kleinanzeigen kann man die Suche speichern und sich über neue Anzeigen informieren lassen.
3. ImmoScout24
ImmoScout24 – Eigentumswohnungen kaufen
ImmoScout24 gehört zu den großen deutschen Immobilienportalen.
Auch hier kannst du den maximalen Kaufpreis festlegen und nach bestimmten Regionen suchen.
Für die Schnäppchenstrategie:
Wohnung kaufen → Preis bis 15.000 € → Region auswählen
Anschließend kannst du beispielsweise den Preis erhöhen:
15.000 € → 20.000 € → 25.000 € → 30.000 €
ImmoScout24 bietet außerdem die Möglichkeit, Suchaufträge zu speichern.
4. immowelt
Auch immowelt sollte zur regelmäßigen Suche gehören.
Das Portal bietet verschiedene Filter, unter anderem für:
- Kaufpreis
- Wohnfläche
- Zimmer
- Wohnungstyp
- Lage
- provisionsfreie Wohnungen
- renovierungsbedürftige Wohnungen
- Wohnungen von privat
Damit kann man die Suche gezielt auf günstige Immobilien konzentrieren.
5. Zwangsversteigerungen nicht vergessen
Eine weitere Möglichkeit sind Immobilien aus Zwangsversteigerungen.
Das offizielle Portal der deutschen Justiz ist:
Hier werden Zwangsversteigerungstermine veröffentlicht.
Das kann für Schnäppchenjäger interessant sein.
Aber Vorsicht:
Eine Zwangsversteigerung ist nicht automatisch eine günstige Immobilie.
Vor einer Teilnahme müssen beispielsweise Verkehrswertgutachten, bestehende Rechte und die konkreten Versteigerungsbedingungen geprüft werden.
6. Nicht nur nach 10.000-Euro-Wohnungen suchen
Das klingt zunächst überraschend.
Wenn dein Ziel ein echtes Immobilienschnäppchen ist, solltest du nicht ausschließlich nach Wohnungen für 10.000 € suchen.
Suche beispielsweise in vier Kategorien:
bis 10.000 €
bis 15.000 €
bis 20.000 €
bis 30.000 €
Warum?
Eine Wohnung für 25.000 € kann wirtschaftlich wesentlich interessanter sein als eine Wohnung für 10.000 €, wenn die 10.000-Euro-Wohnung beispielsweise 30.000 € Renovierung benötigt.
7. Regionen systematisch durchsuchen
Deutschland ist kein einheitlicher Immobilienmarkt.
Eine Wohnung für 20.000 € kann in einer Region extrem günstig sein, während sie in einer anderen Region vielleicht gar nicht besonders außergewöhnlich ist.
Deshalb solltest du einzelne Regionen miteinander vergleichen.
Beispielsweise:
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
- Brandenburg
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
Besonders interessant können kleinere Städte und Gemeinden sein.
8. Suchbegriffe variieren
Ein professioneller Schnäppchenjäger verwendet nicht nur einen Suchbegriff.
Probiere beispielsweise:
„Eigentumswohnung“
„Wohnung kaufen“
„Wohnung günstig“
„Wohnung bis 15.000“
„renovierungsbedürftige Wohnung“
„Wohnung von privat“
„Kapitalanlage Wohnung“
„Sanierungsobjekt Wohnung“
„Wohnung Zwangsversteigerung“
Auch unterschiedliche Schreibweisen können zu anderen Ergebnissen führen.
9. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Warum ist die Wohnung so billig?
Wenn du eine Wohnung für 12.000 € findest, solltest du nicht denken:
„Super, kaufen!“
Sondern:
„Warum kostet diese Wohnung nur 12.000 €?“
Das ist die wichtigste Frage des gesamten Systems.
10. Wohnrecht und Nießbrauch überprüfen
Ein extrem niedriger Kaufpreis kann damit zusammenhängen, dass eine andere Person Rechte an der Immobilie besitzt.
Zum Beispiel:
Wohnrecht
oder
Nießbrauch
Das kann bedeuten, dass du zwar Eigentümer wirst, die Wohnung aber nicht einfach selbst nutzen kannst.
Bei einem Nießbrauch können die Rechte der berechtigten Person besonders weitgehend sein.
Deshalb muss die rechtliche Situation unbedingt geprüft werden.
11. Ist die Wohnung vermietet?
Eine vermietete Wohnung kann interessant sein, wenn du eine Kapitalanlage suchst.
Wenn du dagegen selbst einziehen möchtest, musst du genauer prüfen, welche Möglichkeiten bestehen.
Frage deshalb:
Ist die Wohnung leer oder vermietet?
Wie hoch ist die aktuelle Miete?
Seit wann besteht das Mietverhältnis?
Welche Besonderheiten enthält der Mietvertrag?
12. Zustand der Wohnung prüfen
Eine Wohnung für 15.000 € kann beispielsweise deshalb so günstig sein, weil sie stark renovierungsbedürftig ist.
Prüfe:
- Elektrik
- Heizung
- Fenster
- Badezimmer
- Küche
- Böden
- Wände
- Decken
- Feuchtigkeit
- Schimmel
Aber auch das Gebäude selbst muss untersucht werden.
13. Das gesamte Gebäude prüfen
Bei einer Eigentumswohnung kaufst du nicht nur deine Wohnung.
Du bist Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft.
Deshalb können beispielsweise folgende Probleme wichtig sein:
- kaputtes Dach
- alte Heizungsanlage
- Sanierungsbedarf an der Fassade
- defekter Aufzug
- schlechte Instandhaltungsrücklage
- geplante Sonderumlage
Eine billige Wohnung in einem stark sanierungsbedürftigen Gebäude kann am Ende sehr teuer werden.
14. Hausgeld und Rücklagen prüfen
Frage nach:
Wie hoch ist das monatliche Hausgeld?
Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage?
Sind Sonderumlagen geplant?
Welche größeren Sanierungen stehen an?
Diese Informationen können den tatsächlichen Wert der Wohnung erheblich verändern.
15. Die wichtigen Unterlagen verlangen
Vor einer Kaufentscheidung solltest du möglichst wichtige Unterlagen prüfen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Teilungserklärung
- Gemeinschaftsordnung
- Wirtschaftsplan
- Jahresabrechnungen
- Protokolle der Eigentümerversammlungen
- Informationen zur Instandhaltungsrücklage
Gerade die Protokolle der Eigentümerversammlungen können sehr interessant sein.
Dort können beispielsweise geplante Sanierungen oder Streitigkeiten innerhalb der Eigentümergemeinschaft erwähnt werden.
16. Grundbuch und Rechte Dritter prüfen
Ein Kaufinteressent sollte nicht nur die Anzeige lesen.
Entscheidend ist die rechtliche Situation der Immobilie.
Hier können beispielsweise eingetragene Rechte eine Rolle spielen:
- Grundschuld
- Wohnrecht
- Nießbrauch
- Dienstbarkeit
Bei einem ernsthaften Kauf sollte die rechtliche Prüfung über den Notar und gegebenenfalls mit fachkundiger Unterstützung erfolgen.
17. Wohnung persönlich besichtigen
Eine Wohnung für 10.000 oder 15.000 € sollte man möglichst nicht kaufen, ohne sie vorher gesehen zu haben.
Bei der Besichtigung solltest du nicht nur auf die Wohnung schauen.
Sieh dir auch an:
Treppenhaus
Dach
Fassade
Keller
Heizung
Umgebung
Nachbargebäude
Parkmöglichkeiten
Verkehrsanbindung
Eine günstige Wohnung in einer schlechten Lage kann langfristig schwierig zu verkaufen oder zu vermieten sein.
18. Kaufpreis pro Quadratmeter berechnen
Der Gesamtpreis allein sagt wenig aus.
Beispiel:
Wohnung A:
15.000 € / 30 m² = 500 €/m²
Wohnung B:
25.000 € / 100 m² = 250 €/m²
Obwohl Wohnung B 10.000 € mehr kostet, ist ihr Quadratmeterpreis nur halb so hoch.
Deshalb solltest du immer vergleichen:
Kaufpreis ÷ Wohnfläche = Kaufpreis pro Quadratmeter
19. Jetzt die tatsächlichen Gesamtkosten berechnen
Beispiel:
| Kosten | Beispiel |
|---|---|
| Kaufpreis | 15.000 € |
| Kaufnebenkosten | 2.000 € |
| Renovierung | 7.000 € |
| Ausstattung | 2.000 € |
| Reserve | 4.000 € |
| Gesamt | 30.000 € |
Die Zahlen sind nur eine Beispielrechnung.
Aber sie zeigen ein wichtiges Prinzip:
Eine Wohnung für 15.000 € kann einen tatsächlichen Kapitalbedarf von 30.000 € haben.
20. Jetzt kommt der Vergleich mit der Miete
Und hier wird die Sache besonders interessant.
Nehmen wir an, eine vergleichbare Mietwohnung kostet:
400 € Kaltmiete pro Monat
Das sind:
4.800 € pro Jahr.
Über 10 Jahre:
48.000 €
Über 20 Jahre:
96.000 €
Über 30 Jahre:
144.000 €
Das ist allerdings eine vereinfachte Rechnung ohne Mietsteigerungen.
21. Was passiert bei steigenden Mieten?
Nehmen wir zusätzlich eine durchschnittliche Mietsteigerung von nur 2 % pro Jahr an.
Dann ergibt sich über 30 Jahre nicht mehr eine Summe von 144.000 €, sondern ungefähr:
193.000 €
an gesamten Kaltmietzahlungen.
Das ist eine Modellrechnung. Die tatsächliche Mietentwicklung kann niedriger oder höher ausfallen.
Aber sie zeigt, warum die langfristige Perspektive beim Immobilienkauf wichtig ist.
22. Aber auch Eigentümer haben laufende Kosten
Jetzt kommt die andere Seite.
Der Eigentümer hat ebenfalls Kosten.
Zum Beispiel:
- Hausgeld
- Instandhaltung
- Reparaturen
- Grundsteuer
- Versicherungen
- Sonderumlagen
- eventuell Finanzierungskosten
Deshalb wäre es falsch zu sagen:
„400 € Miete × 30 Jahre = 144.000 € gespart.“
Das ist zu einfach.
Richtiger ist:
Mietkosten minus Eigentümerkosten = möglicher finanzieller Vorteil des Eigentums.
23. Der entscheidende Unterschied nach 30 Jahren
Nehmen wir unser Beispiel:
Der Käufer investiert insgesamt:
30.000 €
Der Mieter bezahlt über einen langen Zeitraum möglicherweise weit über:
100.000 €
an Kaltmiete.
Aber der Käufer besitzt nach 30 Jahren möglicherweise weiterhin die Wohnung.
Nehmen wir rein beispielhaft an, die Immobilie ist dann:
50.000 € wert.
Dann besitzt der Käufer einen Vermögenswert.
Der Mieter besitzt die gemietete Wohnung dagegen nicht.
Genau deshalb kann Eigentum langfristig beim Vermögensaufbau interessant sein.
24. Ein wichtiger Punkt: Opportunitätskosten
Es gibt aber noch einen Punkt, der bei solchen Vergleichen oft vergessen wird.
Wenn du 30.000 € für eine Wohnung bezahlst, kannst du dieses Geld nicht gleichzeitig anderweitig investieren.
Ein fairer Vergleich müsste deshalb auch berücksichtigen, was mit dem Geld passiert wäre, wenn du weiterhin zur Miete wohnen und das Kapital beispielsweise investieren würdest.
Deshalb ist die Frage:
Kaufen oder Mieten?
nicht pauschal zu beantworten.
Es hängt unter anderem ab von:
- Kaufpreis
- Miete
- Mietsteigerungen
- Immobilienwertentwicklung
- Instandhaltung
- Finanzierung
- Eigenkapital
- Anlagealternative
- Haltedauer
- Standort
25. So findest du heraus, ob Kaufen wirklich günstiger ist
Erstelle für jedes interessante Objekt eine einfache Tabelle.
| Position | Kaufen | Mieten |
|---|---|---|
| Anfangskapital | 30.000 € | 0 € |
| monatliche Kosten | z. B. Eigentümerkosten | z. B. 400 € |
| jährliche Kostensteigerung | annehmen | z. B. 2 % |
| Kosten nach 10 Jahren | berechnen | berechnen |
| Kosten nach 20 Jahren | berechnen | berechnen |
| Kosten nach 30 Jahren | berechnen | berechnen |
| Immobilienwert | berücksichtigen | 0 € |
| Restschuld | berücksichtigen | – |
Damit erhältst du eine wesentlich realistischere Entscheidungshilfe.
26. Ein einfaches Beispiel über 30 Jahre
Angenommen:
Gesamtkapital für Kauf und Renovierung: 30.000 €
und eine vergleichbare Mietwohnung kostet zunächst:
400 € Kaltmiete monatlich.
Bei gleichbleibender Miete wären das:
144.000 € in 30 Jahren.
Bei durchschnittlich 2 % jährlicher Steigerung wären es in dieser Modellrechnung ungefähr:
193.000 €.
Dem Käufer gehört nach 30 Jahren dagegen weiterhin die Immobilie – vorausgesetzt, es bestehen keine Schulden mehr und die Wohnung ist noch vorhanden.
Natürlich hat der Eigentümer während dieser Zeit ebenfalls Geld für Instandhaltung und andere Kosten ausgegeben.
Deshalb muss die konkrete Immobilie individuell berechnet werden.
27. Wann kann eine 10.000-Euro-Wohnung besonders interessant sein?
Besonders interessant kann ein Objekt sein, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig stimmen:
niedriger Kaufpreis
vernünftige Lage
überschaubarer Renovierungsbedarf
niedriges Hausgeld
keine großen Sonderumlagen
keine problematischen Rechte Dritter
realistische Vermietbarkeit
langfristige Nachfrage
Dann kann aus einem kleinen Immobilienkauf möglicherweise ein interessanter Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau werden.
28. Wann sollte man besser die Finger davon lassen?
Nicht jedes günstige Angebot ist ein Schnäppchen.
Besondere Vorsicht ist angebracht bei:
❌ unbekannten hohen Schulden
❌ unklarer Eigentumssituation
❌ Wohnrecht/Nießbrauch ohne genaue Prüfung
❌ extremem Sanierungsstau
❌ hohen Sonderumlagen
❌ sehr hohen laufenden Kosten
❌ fehlenden Unterlagen
❌ Verkäufer verlangt Geld vor der Besichtigung
❌ Verkäufer setzt dich unter Zeitdruck
❌ unrealistisch niedriger Preis ohne nachvollziehbaren Grund
29. Das komplette Schnäppchen-System
Wer regelmäßig günstige Wohnungen finden möchte, kann nach diesem System vorgehen:
Phase 1 – Suchen
Kleinanzeigen + ImmoScout24 + immowelt + Zwangsversteigerungen.
Phase 2 – Filtern
Kaufpreis:
10.000 € → 15.000 € → 20.000 € → 30.000 €
Phase 3 – Region analysieren
Kaufpreise und Mieten der jeweiligen Stadt vergleichen.
Phase 4 – Angebot prüfen
Warum ist die Wohnung so günstig?
Phase 5 – Unterlagen
Hausgeld, Rücklagen, Teilungserklärung, Protokolle und rechtliche Situation prüfen.
Phase 6 – Besichtigung
Wohnung und gesamtes Gebäude ansehen.
Phase 7 – Rechnen
Kaufpreis + Nebenkosten + Renovierung + laufende Kosten.
Phase 8 – Marktwert
Ähnliche Wohnungen vergleichen.
Phase 9 – Miete vergleichen
Was würde eine vergleichbare Wohnung kosten?
Phase 10 – Langfristig rechnen
10 Jahre
20 Jahre
30 Jahre
Phase 11 – Entscheidung
Erst wenn Preis, Zustand, Lage und langfristige Rechnung zusammenpassen, kommt der Kauf infrage.
30. Die wichtigste Regel
Eine Wohnung für 10.000 € ist nicht automatisch ein Schnäppchen.
Eine Wohnung für 30.000 € ist nicht automatisch teuer.
Entscheidend ist:
Was bekomme ich für mein gesamtes eingesetztes Geld?
Deshalb sollte ein echter Immobilien-Schnäppchenjäger nicht einfach nach dem niedrigsten Preis suchen.
Er sucht nach:
niedrigem Preis + guter Lage + überschaubaren Kosten + vernünftigem Zustand + langfristigem Wert.
Fazit
Günstige Eigentumswohnungen gibt es tatsächlich.
Wer systematisch sucht, kann auf Kleinanzeigen, ImmoScout24, immowelt und bei Zwangsversteigerungen interessante Angebote finden. Die Portale bieten umfangreiche Such- und Filtermöglichkeiten; Kleinanzeigen ermöglicht beispielsweise auch gespeicherte Suchen.
Der entscheidende Punkt ist aber nicht, eine Wohnung für möglichst wenig Geld zu finden.
Der entscheidende Punkt ist, eine Immobilie zu finden, deren Gesamtpreis im Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Wert attraktiv ist.
Und genau hier kann der langfristige Vergleich mit der Miete interessant werden.
Wer 20 oder 30 Jahre lang Miete bezahlt, besitzt am Ende normalerweise keine Wohnung.
Wer dagegen eine vernünftig ausgewählte Immobilie kauft und langfristig hält, kann am Ende nicht nur Wohnkosten gespart haben, sondern auch einen Vermögenswert besitzen.
Deshalb lautet die Strategie:
Suchen → Prüfen → Besichtigen → Rechnen → Mit der Miete vergleichen → langfristig denken → erst dann kaufen.
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