Ein eigenes Auto bedeutet Freiheit und Flexibilität. Gleichzeitig kostet ein Auto aber wesentlich mehr als nur Benzin oder Diesel.
Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reparaturen, Reifen, TÜV, Parkplätze und vor allem der Wertverlust können sich über das Jahr zu einer beträchtlichen Summe addieren.
Wer seine Mobilitätskosten reduzieren möchte, sollte deshalb an zwei Stellen ansetzen:
- den Verbrauch des Autos reduzieren und günstiger tanken,
- grundsätzlich prüfen, ob ein eigenes Auto überhaupt notwendig ist.
In diesem Artikel zeige ich dir sieben einfache Möglichkeiten, mit denen du beim Autofahren sparen kannst – und erkläre, wann Carsharing eine interessante Alternative zum eigenen Auto sein kann.
1. Reifendruck kontrollieren
Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand. Dadurch muss der Motor mehr Energie aufbringen und der Verbrauch kann steigen.
Kontrolliere deshalb regelmäßig den Reifendruck und orientiere dich an den Angaben des Fahrzeugherstellers.
Die empfohlenen Werte findest du normalerweise:
- im Türrahmen,
- an der Tankklappe oder
- in der Betriebsanleitung.
Bei voller Beladung kann ein anderer Reifendruck vorgeschrieben sein.
Spar-Tipp: Kontrolliere den Reifendruck möglichst bei kalten Reifen.
2. Überflüssigen Ballast entfernen
Warum ständig Dinge im Kofferraum herumfahren, die du eigentlich nicht benötigst?
Werkzeugkisten, alte Kartons, Getränkekisten oder andere schwere Gegenstände erhöhen das Fahrzeuggewicht.
Auch Dachträger, Dachboxen und Fahrradhalter können den Luftwiderstand erhöhen – insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten.
Deshalb gilt:
Alles, was du dauerhaft nicht benötigst, sollte aus dem Auto heraus.
Dachträger oder Fahrradhalter solltest du nach der Nutzung wieder abmontieren.
3. Schubabschaltung nutschrezen
Wer vorausschauend fährt, kann die sogenannte Schubabschaltung nutzen.
Bei vielen modernen Verbrennungsmotoren wird im Schubbetrieb die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, wenn du vom Gas gehst und einen geeigneten Gang eingelegt lässt.
Die momentane Kraftstoffzufuhr kann dann auf 0,0 l/100 km fallen.
Das lässt sich beispielsweise nutzen, wenn du frühzeitig erkennst:
- dass eine Ampel rot ist,
- dass der Verkehr langsamer wird,
- dass eine Abfahrt kommt.
Statt bis kurz vor das Hindernis zu beschleunigen und anschließend stark zu bremsen, kannst du früher vom Gas gehen und kontrolliert ausrollen.
Natürlich gilt: Sicherheit und Verkehrsfluss gehen immer vor Kraftstoffersparnis.
4. Frühzeitig hochschalten und vorausschauend fahren
Hohe Drehzahlen und häufiges starkes Beschleunigen erhöhen normalerweise den Verbrauch.
Eine sparsame Fahrweise bedeutet dagegen:
zügig beschleunigen → früh hochschalten → Geschwindigkeit möglichst konstant halten.
Dabei sollte man allerdings nicht starr nach einer bestimmten Drehzahl fahren. Der optimale Schaltzeitpunkt hängt vom Motor und von der Fahrsituation ab.
Auf freier Strecke ist eine gleichmäßige Fahrweise meistens wesentlich effizienter als ständiges Beschleunigen und Abbremsen.
5. Nicht einfach tanken – vorher Preise vergleichen
Ein großer Fehler ist, immer an derselben Tankstelle zu tanken, ohne die aktuellen Preise zu überprüfen.
Kraftstoffpreise können sich im Laufe des Tages verändern.
Deshalb lohnt sich ein kurzer Preisvergleich vor dem Tankvorgang.
Nützliche Tank-Apps
Folgende Apps bzw. Angebote können dabei helfen:
- ADAC Drive
- mehr-tanken
- Clever Tanken
- PACE Drive
Damit kannst du Preise verschiedener Tankstellen vergleichen und nach günstigeren Angeboten in deiner Umgebung suchen.
Aber auch hier gilt:
Die billigste Tankstelle ist nicht immer die günstigste Tankstelle.
Wenn du für einen minimal niedrigeren Literpreis mehrere Kilometer Umweg fahren musst, kann die Ersparnis durch den zusätzlichen Kraftstoffverbrauch wieder schrumpfen.
6. Auch die übrigen Autokosten vergleichen
Beim Sparen mit dem Auto denken viele Menschen ausschließlich an Benzin oder Diesel.
Das ist ein Fehler.
Ein Auto verursacht zahlreiche weitere Kosten:
- Kfz-Versicherung
- Kfz-Steuer
- Wartung
- Reparaturen
- Reifen
- TÜV
- Parkplatz
- Waschanlage
- Finanzierung
- Wertverlust
Gerade bei Versicherungen und anderen laufenden Verträgen kann sich ein regelmäßiger Vergleich lohnen.
Hier passt Preisvergleich.de sehr gut zum Thema. Klicke Preisvergleich.de:
Während eine Tank-App vor allem dabei hilft, heute günstiger zu tanken, geht es beim Preisvergleich darum, laufende Kosten insgesamt zu überprüfen.
Das Sparprinzip ist einfach:
Weniger verbrauchen + günstiger einkaufen + laufende Verträge vergleichen = niedrigere Gesamtkosten.
7. Überlege, ob du überhaupt ein eigenes Auto brauchst
Das ist möglicherweise der größte Sparhebel von allen.
Denn die günstigste Fahrt ist nicht unbedingt eine Fahrt mit einem sparsamen Auto.
Die günstigste Fahrt kann diejenige sein, bei der du gar kein eigenes Auto besitzen musst.
Wenn du nur gelegentlich ein Auto benötigst, kann Carsharing interessant sein.
Warum Carsharing günstiger sein kann
Beim eigenen Auto zahlst du auch dann, wenn es gerade vor deiner Haustür steht.
Das Auto verursacht beispielsweise Kosten für:
Versicherung + Steuer + Wartung + Reparaturen + Wertverlust + Parkplatz
– selbst wenn es mehrere Tage nicht bewegt wird.
Beim Carsharing bezahlst du dagegen grundsätzlich für die Nutzung. Je nach Anbieter und Tarif können zusätzlich Grund- oder Mitgliedsgebühren anfallen.
Wenn du beispielsweise nur gelegentlich ein Auto für einen Einkauf, einen Ausflug oder einen Termin benötigst, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, nur dann ein Auto zu bezahlen, wenn du tatsächlich eines brauchst.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, ein eigenes Auto kostet dich – inklusive aller laufenden Kosten und Wertverlust – durchschnittlich 500 € im Monat.
Dann sind das:
500 € × 12 = 6.000 € pro Jahr
Wenn du dagegen nur gelegentlich ein Carsharing-Fahrzeug nutzt, könnten deine jährlichen Mobilitätskosten deutlich niedriger sein.
Natürlich hängt das stark davon ab, wie häufig du fährst. Wer täglich 50 oder 100 Kilometer zurücklegt, kann mit einem eigenen Fahrzeug besser fahren.
Wer dagegen nur wenige Male im Monat ein Auto benötigt, sollte Carsharing unbedingt einmal durchrechnen.
Eigenes Auto oder Carsharing? Die einfache Entscheidungshilfe
| Situation | Tendenz |
|---|---|
| Täglicher langer Arbeitsweg | Eigenes Auto kann sinnvoll sein |
| Viele Kilometer pro Jahr | Eigenes Auto oft interessanter |
| Auto wird täglich benötigt | Eigenes Auto häufig praktischer |
| Nur wenige Fahrten im Monat | Carsharing kann günstiger sein |
| Hauptsächlich ÖPNV/Fahrrad | Carsharing als Ergänzung interessant |
| Innenstadt mit hohen Parkkosten | Carsharing kann interessant sein |
| Auto steht häufig ungenutzt herum | Carsharing unbedingt prüfen |
Das Entscheidende ist also nicht die Frage:
„Was kostet ein Carsharing-Auto?“
Sondern:
„Was kostet mich meine gesamte Mobilität pro Jahr?“
Ein besonders einfacher Sparplan
Du kannst deine Autokosten in drei Schritten überprüfen.
Schritt 1: Verbrauch senken
Reifendruck kontrollieren, unnötiges Gewicht entfernen und vorausschauend fahren.
Schritt 2: Preise vergleichen
Vor dem Tanken Tank-Apps wie ADAC Drive, mehr-tanken oder Clever Tanken nutzen.
Bei Versicherungen und anderen laufenden Kosten regelmäßig Preise vergleichen – beispielsweise über Preisvergleich.de.
Schritt 3: Grundsätzlich rechnen
Schreibe einmal auf, was dich dein eigenes Auto pro Jahr tatsächlich kostet.
Nicht nur den Sprit!
Rechne auch Versicherung, Steuer, Wartung, Reparaturen, Reifen, Parkplatz und Wertverlust ein.
Danach kannst du diese Summe mit den Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, Taxi/Ride-Sharing und Carsharing vergleichen.
Fazit: Nicht nur beim Benzin sparen
Wer beim Auto sparen möchte, muss nicht zwangsläufig auf Komfort verzichten.
Schon eine vorausschauende Fahrweise, der richtige Reifendruck und ein Preisvergleich beim Tanken können helfen.
Der wesentlich größere Hebel kann aber eine andere Frage sein:
Brauche ich wirklich ein eigenes Auto?
Wenn du das Auto täglich benötigst und viele Kilometer fährst, kann ein eigenes Fahrzeug weiterhin sinnvoll sein.
Wenn dein Auto dagegen häufig ungenutzt herumsteht und du nur gelegentlich eine Fahrt benötigst, solltest du Carsharing einmal gegen die tatsächlichen Gesamtkosten deines eigenen Autos rechnen.
Denn beim Sparen geht es nicht darum, möglichst wenig auszugeben.
Es geht darum, nur für das zu bezahlen, was du tatsächlich brauchst.
Und genau hier beginnt echtes Geldsparen.